Vleka ploha na avstrijskem Koroškem in onstran meja s Slovenijo in z Italijo

Cover: Vleka ploha na avstrijskem Koroškem in onstran meja s Slovenijo in z Italijo

Martina Piko-Rustia

Die Abhandlung erschien im Tagungsband des internationalen Symposiums, das vom 26. bis 27. September 2022 in Szentgotthárd/Monošter (Ungarn) zum Faschingsbrauch des „Blochziehens“ abgehalten wurde. Martina Piko-Rustia erörtert die Verbreitung des Blochziehens im grenzübergreifendem Raum Kärntens (Österreich, Slowenien, Italien) und seine Veränderungen im Laufe der Zeit. Es ist ein Brauch, der in der Vergangenheit dazu diente, Unverheiratete (vor allem Mädchen, manchmal auch junge Männer) an die Notwendigkeit der Heirat zu erinnern.

Das Blochziehen ist im Gail-, Kanal- und Rosental mit dem Sattnitzgeberige, sowie im Jaun- und Mießtal historisch belegt. In einigen Orten ist der Brauch schon vor Jahrzehnten ausgestorben, anderswo wurde er von freiwilligen Vereinen wiederbelebt, wo er heute vor allem eine unterhaltsame und gesellschaftliche Funktion hat. In der Stadt Pliberk zum Beispiel überreichen die männlichen Einwohner unverheirateten Frauen immer noch die Holzscheiben, aber nicht mehr als beschämende Geste, sondern als Symbol des Glücks. Die heute wiederbelebten Formen des Brauchs beinhalten oft die Beschaffung von Geldmitteln für Vereinsaktivitäten, und seine Symbolik passt sich den modernen gesellschaftlichen Veränderungen an, in denen der Familienstand nicht mehr so streng definiert ist.

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